Der Bergsträßer Weinlagenweg ist ein herrlicher Wanderweg mitten durch das Weinanbaugebiet "Hessische Bergstraße". Der Weinbau prägt das Gesicht dieser von der rheinischen Ebene ansteigenden Hügelkette mit den teils sanften, teils steilen Hanglagen.

Der insgesamt 22 Kilometer lange Wanderweg führt durch die Weinberge entlang der Städte Alsbach, Zwingenberg, Auerbach, Bensheim und Heppenheim bis zur hessisch-badischen Landesgrenze.

Die abwechslungsreiche Landschaft bietet großartige Ausblicke zum Odenwald und über die Rheinebene bis hinüber zum Pfälzer Wald. Es geht bergauf-bergab über Höhen und Täler, vorbei an Bachläufen durch eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands. Eine kurzweilige Wanderung durch die Weinberge, die zwar das Landschaftsbild bestimmen, aber wohltuend unterbrochen werden durch Obstgrundstücke, Wälder, Sträucher und Hecken. Es ist eine von Menschenhand geordnete und gepflegte Landschaft mit vielen ökologischen Nischen.

Da er bequem zu laufen ist, ist der Weg auch für Wander-Einsteiger, Familien und Weinfreunde geeignet.

Die Ausschilderung des Weges durch „Weiße Römer“ mit grüner Aufschrift „WLW“ ist so gut, dass auch Ortsunkundige fast überall entlang der Alten Bergstraße (Alsbach) bzw. B3 unbesorgt quereinsteigen und sich mit einem Teilstück ihrer Wahl begnügen können. Informationstafeln entlang der Strecke geben den Wanderern interessante Einblicke in das Weinbaugebiet „Hessische Bergstraße“ und seine Weinlagen.


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Die Wanderroute

Wir beginnen den Weg am nördlichen Ende: in Alsbach an der Endhaltestelle (Am Hinkelstein) der Straßenbahnlinie 6/8 aus Darmstadt. Nach einem kurzen Marsch durch ein Wohngebiet und Überquerung der "Alten Bergstraße" gelangt man rasch in die Weinberge der Alsbacher Lage „Schöntal“ und weiter nach Zwingenberg.
Hier führt der Weg durch die Lage „Alte Burg“ ins „Steingeröll“, dann weiter zum Auerbacher „Höllberg“. Anschließend verläuft der Weg ein Stück durch das hübsche Auerbacher Kurviertel und folgt der Bachgasse ins Auerbacher Fürstenlager. Die Aussichten von den Höhen des „Fürstenlagers“ gelten als besonders schön. Am „Herrnwingert“ vorbei geht es ein Stück durch den Buchenwald zum „Bensheimer Kirchberg“. Einkehrmöglichkeit: Das Kirchberghäuschen, ein Bensheimer Wahrzeichen, mit wunderbarem Ausblick von der Terrasse aus.
Durch die „Kalkgasse“ erreicht man Bensheim und durchwandert ein Stück Stadtgebiet, bevor es dann wieder in die Weinberge geht. Nach den Bensheimer Lagen „Streichling“, Hemsberg“ und „Paulus“ beginnen die Heppenheimer Weinlagen. Durch „Stemmler“, „Centgericht“ und „Steinkopf“ folgt die Route ein gutes Stück dem Erlebnispfad „Wein und Stein“. Etwas anstrengend wird der Aufstieg an der Heppenheimer Starkenburg in der Lage „Maiberg“. In Heppenheim gabelt sich dann der Weg, da sich südlich von Heppenheim eine Schleife durch die Weinlage „Eckweg“ anschließt. Allerspätestens, wenn die Weggabelung wieder erreicht ist, hat man sich ein gutes Glas Bergsträßer Wein wirklich verdient.

Einmal im Jahr, jeweils am 1.Mai, hat der Wanderer die Möglichkeit, entlang der Strecke an insgesamt acht Probierständen die Weine der jeweiligen Weinlagen zu verkosten. Diese "Bergsträßer Weinlagenwanderung" wird nun schon seit vielen Jahren von den Jungwinzern veranstaltet.

Wer jedoch die Ruhe liebt, sollte individuell wandern. Besonders im Frühling, wenn Mandelbäume, Pfirsiche, Kirschen und Forsythien ihre Blütenpracht entfalten, bezaubert die landschaftliche Schönheit der Bergstraße. Nicht umsonst wird die Bergstraße auch als "Frühlingsgarten Deutschlands" bezeichnet.

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